Aktuelle Zahlengrundlage für spezialisierte ME/CFS-Behandlungsstellen in der extramuralen Fachversorgung in den österreichischen Bundesländern

Erscheinungsjahr 2025
Autor Univ.-Prof. Dr. Kathryn Hoffmann, MPH, Assoc.-Prof. DDr. Eva Untersmayr-Elsenhuber

Da in Österreich keine Diagnosedaten aus dem extramuralen Sektor vorliegen und die wenigen verfügbaren Daten aus dem Krankenhaus-, Sozialversicherungs- und Rehabilitationsbereich in Bezug auf ME/CFS unvollständig und nicht verknüpfbar sind, kann der Bedarf an Behandlungsstellen für ME/CFS-Patient:innen derzeit nur über eine Schätzung erfolgen. Diese basiert auf internationalen Studien zur ME/CFS-Prävalenz in der Bevölkerung sowie auf Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Deutschland.
Eine direkte Erhebung durch erweiterte Simulationen oder eine klinische Prävalenzstudie wäre zwar wünschenswert, würde jedoch finanzielle und zeitliche Ressourcen erfordern, die erst zur Verfügung gestellt werden müssten. Angesichts des akuten Bedarfs an Versorgungsstrukturen für ME/CFS ist es daher erforderlich, die Implementierung von Behandlungsstellen auf Grundlage dieser Schätzwerte voranzutreiben und parallel – sobald eine diesbezügliche öffentliche Forschungsförderung verfügbar ist – genauere epidemiologische Daten zu erheben.

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